Bad Peterstal Tag 52

Die heutige Tagesetappe war zwar nicht sinnvoll, hat aber viel Spaß gemacht. Ich wollte ja unbedingt  etwas mehr laufen. Das hat gut funktioniert.
Heute Morgen konnte ich kurz vor meinem eigenen Tourstart das schweizer Paar unter meinem Zimmerfenster vorbeigehen sehen. Auf der Hornisgrinde (1163 Meter) holte ich sie dann wieder ein. Die Sicht war heute so gut, dass man bis zu den Alpen schauen konnte. Ab mittags kam dann auch der Brandenkopf in Sicht. Diesen Anblick hatte ich 15 Jahre meines Lebens immer im Sommer für drei Wochen, wenn ich von dem Bauernhof, auf dem wir Urlaub machten, aus die Aussicht genoss. Nur sehe ich ihn aktuell noch von der anderen Seite. Unser Urlaubsort liegt südlich von ihm. Das Wetter war zum Laufen super und langsam vertrage ich auch einen ganzen Tag Sonne, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Auf den Höhen bekommt man viel Sonne ab, da hier Sturm Lothar im Jahr 1999 wütete und der neue Wald noch nicht hoch genug ist. An der ehemaligen Jugendherberge Zuflucht wollte ich eigentlich Mittagspause machen, nur fand ich dort keine Bank. Die Zuflucht wird gerade renoviert, es scheint also bald wieder etwas an dieser Stelle zu entstehen. Kurz vor Kniebis gab es mal wieder ein Hinweisschild, dass den Durchgang wegen Waldarbeiten verbat. Solche Situationen hatte ich schon oft auf meiner Tour, nur hatte bis jetzt niemand an solchen Stellen gearbeitet (ich habe es auch noch nie erlebt, dass ein Weg von beiden Seiten abgesperrt war. Oft genug bin ich erst auf Absperrband gestoßen, wenn ich das Gebiet wieder verließ. Natürlich gab es auch vorher schon Waldarbeiten, nur fanden die immer dort statt, wo gar keine Schilder standen. Im Taunus fällten zwei Waldarbeiter einen Baum direkt am Weg, während ich vorbeiging, natürlich ohne Absperrung.). Diesmal hörte ich die Motorsägen, wenn auch eher vom tiefer gelegenen Parallelweg, der nicht abgesperrt war. Da oberhalb noch die Schwarzwaldhochstraße verlief, wich ich auf diese aus. Beim nächsten Querweg ging es dann wieder zurück auf den Westweg. Dort geriet ich dann auch direkt in die Forstarbeiten. Wenn die Schilder schon nichts mit der Realität zu tun haben, warum stellt man sie dann dauernd in den Wald?
Da ich heute eine größere Strecke laufen wollte, auf dem Weg aber keine passenden Unterkünfte existierten, bin ich kurzerhand die 400 Höhenmeter ins Tal abgestiegen. Die muss ich dann morgen früh erst mal wieder hoch. Mit der Aktion habe ich nicht groß Kilometer gutgemacht, aber ich brauchte einfach mal etwas mehr Bewegung. Die letzten Tage waren eindeutig zu wenig. Morgen wird dann viel los sein auf dem Westweg, da der Schwarzwaldverein selbigen für die Saison eröffnet. Ich werde eine schöne Tour ins Kinzigtal machen, nicht ohne vorher nochmal einen Ausflug auf den Brandenkopf einzuschieben.
Zum Abschluss gibt es heute noch ein Foto vom Glaswaldsee, den ich viel schöner als den Mummelsee finde.

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2 Replies to “Bad Peterstal Tag 52”

  1. Soso, nachdem du dich die letzten 51 Tage gar nicht bewegt hast, hast du heute mal Gas gegeben. und läufst mal eben 15-16 km mehr am Tag 😉 Wo liegt denn inzwischen deine Wohlfühlkilometerzahl? Wünsche dir für morgen und die kommenden Tage weiterhin so schöne Ausblicke wie auf den Glaswaldsee!

  2. Dann muss ich mich wohl mit dem Glaswaldsee begnügen, aber der sieht in der Tat sehr hübsch aus. Für den Mummelsee eindeutig zu gutes Wetter 😉
    Viele liebe Grüße! 🙂

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