Nassau Tag 39

Der Regen wird wärmer! Zumindest bilde ich mir das ein :-). Immerhin behauptet mein Wetterfrosch, der nie yrrt, dass es nächste Woche Temperaturen von über 20 Grad geben soll.
Die Besteigung des Köppel heute morgen war ein Reinfall. Dabei lag er so, dass meine erste Pause auf ihm geplant war. Sogar eine Schutzhütte war eingezeichnet. Leider war die bewirtschaftet, der Berg ohne Aussicht, der Aussichtsturm nur gegen Bezahlung zugänglich und das verzehren mitgebrachter Speisen selbst auf den wenigen Bänken dort oben nicht gestattet. Immerhin fand ich beim Abstieg einen Baumstumpf, auf dem ich die Pause nachholen kann.
An dieser Stelle beschreibe ich mal meinen Touralltag: Der Wecker klingelt um 7 Uhr, bis zum Frühstück, das in der Regel um acht ist, kann ich dann schon mal Sachen packen. Nach einem ausgiebigen Frühstück (ca. 2-3 Körnerbrötchen oder Vollkornbrot, dazu gerne ein Ei und Müsli) geht es dann gegen neun auf die Strecke. Nach Möglichkeit wird noch ein Bäcker angesteuert. Nach 1,5 bis zwei Stunden gibt’s dann die erste Pause. Die weiteren Pausen werden nach Bedarf gesetzt, meist nach ein bis anderthalb Stunden Laufzeit. Bei gutem Wetter dauert die Pause meist eine Seite der ZEIT, bei schlechtem Wetter auch schon mal nur 3-5 Minuten.  Wenn ein Trangia-Tag ansteht, lege ich zum späten Mittag eine Kochpause ein. Diese ist von geeigneten Stellen abhängig, am liebsten ist mir eine Schutzhütte. Neben der Trangia-Mahlzeit gibt’s über den Tag dann noch 2-4 Müsliriegel, einen Apfel, 200 Gramm Vitalkekse, Studentenfutter o.Ä., 40-100 Gramm Schoki, und zwei Brötchen und ein drittes wechselndes Teil vom Bäcker. Damit ist die Energiezufuhr für den Tag gesichert. Natürlich wechsel ich immer wieder Komponenten aus oder ergänze das Sortiment. Für Mittagspausen ohne Trangia werden dann die Brötchen, die sonst für abends sind, verwendet. Dazu gibt’s dann öfter eine Gurke. Komme ich tagsüber an einem Lebensmittelladen vorbei, kaufe ich gerne Quark, Joghurt oder Obst zum sofort verzehren (Tomaten und Früchtequark gehören zu den nicht Rucksack geeigneten Lebensmitteln).
Heute konnte ich beim Abstieg nach Nassau schon einen Teil der morgigen Strecke sehen:

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Die Kirche dürfte zum Kloster Arnstein gehören, an dem ich morgen vorbei laufe.
Gestern habe ich in der JuHe wieder von einem Wanderer gehört, der auch auf dem E1 unterwegs ist und bis in die Schweiz nach Lugano läuft. Offensichtlich ist das der selbe, von dem mir schon in Altenbeken erzählt wurde. Da war er einen Tag früher als ich, jetzt hat er schon mehrere Tage Vorsprung. Der Dame in der Pension in Altenbeken nach hat er die Strecke Flensburg-Altenbeken in 14 Tagen geschafft. Offensichtlich macht er täglich 60-70 Kilometer zu Fuß. Da fühlt man sich schon etwas als Anfänger 🙂

3 Replies to “Nassau Tag 39”

    1. Jup ich schaff es nicht mal die 40 Kilometer am Tag durchzuhalten 🙂
      Und ob der Schweizer Schweizer ist oder nur dahin will ist nicht ganz klar. An beiden Stationen wurde Berlin als Wohnort genannt. Der E1 Buschfunk ist echt klasse, ich habe ihn auch bereits genutzt um Wanderer zu grüßen, die anderthalb Stunden hinter mir liefen. Einfach wen am Wegesrand ansprechen und Grüße dalassen. Die Grüße sind sogar angekommen. Nur den schweizer Berliner werde ich wohl nicht mehr erreichen. Der ist mir zu schnell.

  1. Na ja, wenn du doch noch ein bisschen Gas gibst, kannst du deine Tourstrecke ja noch bis Italien verlängern.-Ach was soll’s: Qualität geht vor Quantität! 😉

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