Plön Tag 07

Das war heute der langsamste Marathon, den ich jemals gelaufen bin. Allerdings bin ich auch noch nie mit 18 kg Gepäck knapp 48 km an einem Tag gelaufen. Dabei waren die Voraussetzungen eher schlecht. Nachdem wir gestern dann zu viert im Jugendherbergszimmer waren und der vierte lautstark telefonierte während die anderen versuchten zu schlafen, ging dann der Feueralarm los, nachdem auch unser Telefonierer Ruhe gegeben hatte. Also stand das gesamte Haus teilweise in Schlaf Kleidung draußen, bis die Feuerwehr Entwarnung gab. Auch danach fand ich wenig Schlaf, da zwei Schnarcher und ein hochfrequentes Geräusch selbst meine Ohrstöpsel durchdrangen. Am nächsten morgen stellte sich dann heraus, dass das Geräusch von den abgelegten Höhrgeräten eines Mitbewohners kam. Und da irgendein Intelligenzbolzen in der Nacht den Rauchmelder abgebaut hatte, war die Herbergsleitung verständlicherweise nicht so begeistert.
Nachdem ich aus Kiel raus war, war die Strecke bis Preetz sehr schön. Der Weg folgte dort einem Flusslauf (der Schwentine). Das heutige Foto stammt von dort. Nachher ging es dann wieder oft über asphaltierte Dorfstraßen. Da es auch sehr windig war, boten sich Pausen auf den auf Hügeln stehenden Bänken nicht an. Die etwas windgeschützter liegenden Bänke waren teilweise vom Tageswerk der Bauern mitgenommen, die hier überall die Felder (und die Bänke) düngen. Da ich für die morgige Etappe verschiedene Längenangaben habe, weiß ich noch nicht wie weit ich laufen werde. Auch beim Streckenverlauf hat sich eine neue Möglichkeit aufgetan, die ich mir vor Ort anschaue. Wie ich schon öfter feststellten durfte ist die Wegführung nicht immer eindeutig. Abschließen will ich heute mit der Beschreibung eines unterhaltsamen Streckenabschnitts: Der Weg führte heute über das Privatgrundstück eines Bauers, der um seinen Hof herum viele kleine Pferdewiesen abgezäunt hatte. Dazwischen gab es keinen Weg. Damit die armen Wanderer keinen Umweg von gut einem Kilometer laufen mussten hatte er an den beiden Seiten des Grundstücks an denen der Wanderweg herbeiführte Zeichnungen aufgehängt, wie man über sein Grundstück findet. Zwischen den Weiden gab es nämlich viele kleine Tore. Durch diese konnte man dann wie in einem Labyrinth auf die andere Seite gelangen. Dafür brauche man nur ca. 10 dieser Tore zu durchqueren.

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